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Abizeitung Seitenzahl planen: Wie viele Seiten braucht euer Abibuch?

Veröffentlicht am 03.07.2026 von Druck deine Abizeitung

Abizeitung Seitenzahl planen: Wie viele Seiten braucht euer Abibuch?

Die Seitenzahl eurer Abizeitung entscheidet darüber, wie vollständig, hochwertig und persönlich euer Abibuch später wirkt. Sie beeinflusst Preis, Layoutaufwand, Korrekturzeit, Bindung, Buchrücken und vor allem die Frage, ob Steckbriefe, Fotos, Kursberichte, Anzeigen und Erinnerungen genug Platz bekommen.

Viele Abizeitungen wachsen am Anfang zufällig: Erst kommen Steckbriefe, dann ein paar Fotoseiten, später Anzeigen, Zitate, Rankings und kurz vor Schluss noch neue Ideen. Besser ist es, den Umfang früh bewusst zu planen. Nicht mit dem Ziel, möglichst wenige Seiten zu machen, sondern mit dem Ziel, den richtigen Umfang für euren Jahrgang zu finden. Mehr Seiten sind sinnvoll, wenn sie echte Erinnerungen besser sichtbar machen, die Lesbarkeit verbessern oder durch Anzeigen finanziert werden.

Kurz gesagt

Viele Abizeitungen liegen ungefähr zwischen 80 und 180 Seiten. Kleine Jahrgänge kommen oft mit 80 bis 112 Seiten aus, mittlere Jahrgänge planen häufig 112 bis 160 Seiten und große Jahrgänge landen schnell bei 160 Seiten oder mehr. Entscheidend sind Schülerzahl, Steckbriefmodell, Fotostrecken, Sponsor-Anzeigen, Budget und Bindung.

Plant deshalb keinen starren Wert, sondern einen Seitenkorridor: zum Beispiel 112 Seiten als Basis, 128 Seiten als realistische Variante und 144 Seiten als Ausbauversion. So könnt ihr im Angebotsrechner sauber vergleichen, was zusätzlicher Umfang kostet und wie er finanziert werden kann.

Gedruckter Seitenplan für eine umfangreiche Abizeitung mit Registerkarten
Ein gedruckter Seitenplan zeigt früh, wo Steckbriefe, Fotostrecken, Anzeigen und Reserve im Abibuch Platz bekommen.

Warum die Seitenzahl so wichtig ist

Die Seitenzahl ist mehr als eine technische Angabe im Preis-Kalkulator. Sie beeinflusst fast alle wichtigen Entscheidungen rund um eure Abizeitung: Welche Bindung passt? Wie stark wird der Buchrücken? Wie viel Zeit braucht das Layoutteam? Wie viele Korrekturschleifen sind realistisch?

Mehr Seiten bedeuten mehr Platz für Inhalte, aber auch mehr Layoutarbeit, mehr Korrekturaufwand und höhere Druckkosten. Gleichzeitig kann ein größerer Umfang euer Abibuch deutlich hochwertiger wirken lassen. Steckbriefe bekommen mehr Luft, Fotostrecken müssen nicht gequetscht werden, Anzeigen können sauber platziert werden und Kapiteltrenner geben dem Buch eine bessere Struktur.

Ein zu knapp geplantes Buch wirkt schnell überladen. Dann werden Bilder klein, Texte stehen zu dicht, Anzeigen landen an unpassenden Stellen und wichtige Erinnerungen müssen gekürzt werden. Ein zu großzügig geplantes Buch wird nur dann problematisch, wenn am Ende Seiten ohne Idee gefüllt werden. Die beste Seitenzahl ist also groß genug für eure wichtigsten Inhalte und klar genug geplant, damit keine beliebigen Füllseiten entstehen.

Typische Seitenzahlen für Abizeitungen

Als erste Orientierung könnt ihr euch an der Größe eures Jahrgangs orientieren. Die folgende Tabelle ist kein starres Gesetz, aber ein guter Startpunkt für eure Planung.

JahrgangsgrößeMöglicher UmfangEinschätzung
bis ca. 40 Schüler72 bis 112 SeitenKompakt, aber mit guter Planung vollständig.
ca. 40 bis 70 Schüler96 bis 144 SeitenHäufiger Bereich für kleinere bis mittlere Jahrgänge.
ca. 70 bis 100 Schüler128 bis 180 SeitenGute Balance aus Steckbriefen, Kursen, Fotos und Anzeigen.
über 100 Schüler160 Seiten und mehrOft sinnvoll, wenn Steckbriefe und Fotostrecken großzügig geplant werden.

Die Schülerzahl allein reicht nicht aus. Ein Jahrgang mit 65 Schülern kann mehr Seiten brauchen als ein Jahrgang mit 90 Schülern, wenn jede Person eine eigene Steckbriefseite bekommt, viele Fotostrecken geplant sind oder zahlreiche Sponsoren-Anzeigen eingebaut werden sollen.

Seitenzahl immer in Blöcken planen

Plant eure Abizeitung nicht Seite für Seite aus dem Bauch heraus, sondern in festen Seitenblöcken. Dadurch seht ihr sofort, welche Inhalte sicher sind, welche noch wachsen können und wo Reserve nötig ist. Wenn ihr noch Ideen für Kapitel sammelt, hilft euch der Überblick zu Inhalten für die Abizeitung.

BereichTypischer UmfangWovon hängt der Umfang ab?
Startseiten2 bis 8 SeitenVorwort, Inhaltsverzeichnis, Motto, Jahrgangsfoto, Impressum.
Steckbriefeca. 30 bis 120 SeitenSchülerzahl und Anzahl Personen pro Seite.
Kurse und Klassenca. 8 bis 30 SeitenAnzahl Kurse, Gruppen, Lehrer und Berichte.
Fotostreckenca. 8 bis 40 SeitenMottowoche, Abifahrt, Abistreich, Schulalltag, Abiball.
Lehrer und Mitarbeiterca. 4 bis 16 SeitenInterviews, Steckbriefe, Zitate, Fotos.
Rankings, Umfragen, Zitateca. 4 bis 20 SeitenUmfang eurer Zusatzrubriken.
Anzeigenca. 4 bis 24 SeitenAnzahl und Format der Sponsoren-Anzeigen.
Danksagung und Abschluss1 bis 4 SeitenDank, letzte Worte, Schlussseite.
Reserve4 bis 8 SeitenPlatz für Korrekturen, Nachzügler und Kapiteltrenner.

Steckbriefe bestimmen oft den Umfang

Steckbriefe sind bei vielen Abizeitungen der größte Seitenblock. Deshalb entscheidet eure Steckbriefplanung oft darüber, ob euer Abibuch am Ende 96, 128 oder 180 Seiten hat. Die wichtigste Frage lautet: Bekommt jede Person eine eigene Seite oder kommen zwei Personen auf eine Seite?

Steckbrief-Variante bei 80 SchülernBenötigte Seiten
1 Person pro Seite80 Seiten
2 Personen pro Seite40 Seiten
4 Personen pro Doppelseiteebenfalls 40 Seiten
Steckbriefe nach Gruppenlayoutje nach Gestaltung ca. 32 bis 48 Seiten

Eine eigene Seite pro Person wirkt hochwertig und persönlich. Sie lohnt sich besonders, wenn ihr gute Fotos, ausführliche Antworten und ein ruhiges Layout habt. Zwei Personen pro Seite sind sinnvoll, wenn der Jahrgang groß ist oder wenn ihr mehr Platz für Fotostrecken, Kursberichte und Sonderseiten lassen möchtet. Wichtig ist nicht, die Seitenzahl möglichst klein zu halten. Wichtig ist, dass die Steckbriefe lesbar bleiben. Mehr praktische Hinweise findet ihr im Artikel Steckbriefe in der Abizeitung.

Beispielrechnung: Abizeitung mit 72 Schülern

So könnte eine realistische Abizeitung für einen mittelgroßen Jahrgang aussehen:

BereichUmfang
Startseiten, Motto, Inhaltsverzeichnis, Impressum6 Seiten
Steckbriefe: 72 Schüler, 1 Person pro Seite72 Seiten
Kursberichte: 8 Kurse à 2 Seiten16 Seiten
Lehrerbereich8 Seiten
Fotostrecken20 Seiten
Rankings, Zitate, Umfragen8 Seiten
Anzeigen8 Seiten
Danksagung und Abschluss2 Seiten
Reserve / Trenner4 Seiten
Gesamt144 Seiten

In diesem Beispiel wäre eine Abizeitung mit 144 Seiten sehr plausibel. Sie wirkt umfangreich, aber nicht übertrieben. Wenn das Budget knapp ist, könnte man auf 128 Seiten reduzieren, zum Beispiel durch weniger Fotostrecken oder zwei Personen pro Steckbriefseite. Wenn viele Anzeigen verkauft werden, wären auch 160 Seiten möglich.

Beispielrechnung: Abizeitung mit 100 Schülern

Bei größeren Jahrgängen wird die Steckbriefentscheidung noch wichtiger. Wenn jede Person eine eigene Seite bekommt, kann ein sehr starkes, aber auch deutlich aufwendigeres Abibuch entstehen. Mit zwei Personen pro Seite bleibt mehr Raum für Fotostrecken und Sonderseiten.

VarianteSteckbriefseitenGesamtumfang mit Kursen, Fotos, Anzeigen und Reserve
Jede Person bekommt eine eigene Seite100 Seitenca. 200 Seiten oder mehr
Zwei Personen pro Steckbriefseite50 Seitenca. 160 Seiten

Beide Varianten können richtig sein. Variante A wirkt persönlicher und hochwertiger, Variante B ist kompakter und lässt trotzdem viel Raum für Fotos, Kurse und Zusatzrubriken. Entscheidend ist, welche Wirkung ihr wollt und was Budget, Zeitplan und Anzeigenverkauf hergeben.

Seitenzahl und Bindung: Was ihr beachten müsst

Die Seitenzahl sollte immer zur geplanten Bindung passen. Bei DDA könnt ihr unter anderem Hardcover, Softcover, Rückendrahtheftung und Spiralbindungen wählen. Die richtige Entscheidung hängt von Seitenzahl, Papier, Budget und gewünschter Wirkung ab.

Bei einer Rückendrahtheftung müssen die Inhaltsseiten durch 4 ohne Rundung teilbar sein. Das liegt daran, dass die Druckbogen gefalzt und ineinandergelegt werden. Deshalb sind Umfangswerte wie 48, 52, 56, 60, 64, 68 oder 72 Inhaltsseiten typisch.

Softcover ist bei DDA die flexible Klebebindung mit Buchrücken und Schutzbeschichtung. Für viele Abizeitungen ist das der beste Kompromiss aus Preis und hochwertiger Wirkung. Hardcover ist die Premium-Variante mit festem Einband; hier lohnt sich eine frühe Abstimmung, weil Seitenzahl, Papier, Buchrücken und Covergestaltung besonders eng zusammenhängen. Spiralbindungen können sinnvoll sein, wenn das Buch besonders plan aufliegen soll.

Wichtig ist also nicht, dass jede Abizeitung pauschal durch 4 teilbar sein muss. Entscheidend ist, welche Bindung ihr wählt und welcher Umfang technisch, optisch und preislich am besten passt.

Basisumfang, realistische Variante und Ausbauvariante

Statt euch zu früh auf eine einzige Seitenzahl festzulegen, solltet ihr mit drei Varianten arbeiten. Diese Methode ist deutlich besser als eine feste Zahl wie „Wir machen genau 120 Seiten“. Während der Redaktionsphase verändert sich fast immer etwas: Manche Texte kommen nicht, manche Anzeigen kommen zusätzlich, einige Fotostrecken werden größer als gedacht und manche Rubriken fallen weg.

VarianteBedeutungBeispiel
BasisumfangAlles, was sicher ins Buch muss112 Seiten
Realistische VarianteUmfang, wenn die meisten Inhalte rechtzeitig kommen128 Seiten
AusbauvarianteUmfang, wenn viele gute Fotos, Anzeigen und Zusatzideen dazukommen144 Seiten

Mit einem Seitenkorridor bleibt ihr flexibel, ohne die Kontrolle zu verlieren.

Fotostrecken nicht zu klein planen

Fotos sind für viele später der wichtigste Teil der Abizeitung. Sie werden auch Jahre später noch angeschaut, während lange Texte oft nur einmal gelesen werden. Deshalb sind Fotostrecken ein Bereich, in dem zusätzliche Seiten besonders viel bringen können.

Der häufigste Fehler ist, zu viele Bilder auf zu wenige Seiten zu pressen. Wenn 25 Fotos auf einer Seite stehen, erkennt man Gesichter kaum noch. Besser sind klare Fotostrecken mit größeren Bildern, ruhiger Anordnung und kurzen Bildunterschriften.

FotothemaSinnvoller Umfang
Mottowoche4 bis 10 Seiten
Abifahrt oder Kursfahrt4 bis 12 Seiten
Abistreich2 bis 6 Seiten
Schulalltag4 bis 10 Seiten
Damals und heute2 bis 8 Seiten
Abiball-Vorbereitung2 bis 6 Seiten
Best-of-Fotos4 bis 12 Seiten

Fotoseiten sind keine Füllseiten, wenn sie gut ausgewählt sind. Sie machen euer Abibuch persönlicher, emotionaler und später wertvoller.

Anzeigen richtig in die Seitenplanung einbauen

Sponsor-Anzeigen helfen euch, die Abizeitung zu finanzieren. Deshalb sollten sie nicht erst am Ende irgendwo eingefügt werden. Plant Anzeigen von Anfang an als eigenen Seitenblock und überlegt früh, welche Anzeigenformate ihr anbieten wollt.

AnzeigenformatAuswirkung auf die Seitenplanung
Ganze Seiteeinfach zu planen, wirkt hochwertig
Halbe Seitezwei Anzeigen können eine Seite füllen
Viertelseitegut für kleinere Sponsoren, braucht aber ein sauberes Raster
Sammelseitepraktisch bei vielen kleinen Anzeigen
Umschlagseitebesonders hochwertig, aber nicht für jedes Konzept sinnvoll

Mehr Anzeigen können einen größeren Umfang finanzierbar machen. Wichtig ist aber, dass die Anzeigen sauber platziert werden. Wenn Werbeanzeigen mitten zwischen Steckbriefen landen, kann das den Lesefluss stören. Besser sind eigene Anzeigenbereiche, passende Kapitelübergänge oder klar geplante Sponsorenseiten. Für die Budgetseite passt der Artikel Abizeitung finanzieren.

Seitenzahl und Budget zusammen prüfen

Sobald ihr einen groben Seitenplan habt, solltet ihr mehrere Varianten durchrechnen. Testet zum Beispiel nicht nur eine einzige Seitenzahl, sondern mehrere realistische Umfänge. So sieht euer Team sofort, was zusätzliche Seiten kosten und wie viel Sponsoring oder Verkaufserlös nötig ist.

VarianteSeitenzahlWann sinnvoll?
Kompakt112 Seitenwenn Budget knapp ist oder wenige Inhalte vorliegen
Standard128 Seitenwenn Steckbriefe, Fotos und Anzeigen gut zusammenpassen
Umfangreich144 Seitenwenn viele gute Inhalte und Sponsoren vorhanden sind
Premium160 Seiten oder mehrwenn das Buch besonders großzügig werden soll

Ein größerer Umfang ist leichter zu akzeptieren, wenn klar ist, was er bringt: mehr Erinnerungen, bessere Lesbarkeit, stärkere Fotostrecken und sauber eingebundene Anzeigen.

Redaktionsschluss schützt eure Qualität

Je mehr Seiten eure Abizeitung hat, desto wichtiger wird ein klarer Redaktionsschluss. Viele Seiten bedeuten viele Texte, viele Bilder, viele Freigaben und viele mögliche Fehler. Problematisch werden zusätzliche Seiten vor allem dann, wenn sie zu spät entstehen. Kurz vor Druckabgabe noch schnell eine neue Rubrik einzubauen, klingt verlockend, führt aber oft zu unsauberen Texten, schlechter Bildqualität oder fehlenden Freigaben.

TerminBedeutung
IdeenschlussBis wann dürfen neue Rubriken vorgeschlagen werden?
MaterialschlussBis wann müssen Texte, Fotos und Anzeigen vorliegen?
LayoutschlussBis wann werden Seiten gestaltet?
KorrekturschlussBis wann dürfen Fehler gemeldet werden?
DruckfreigabeAb wann wird nichts Inhaltliches mehr geändert?

Diese Termine schützen nicht nur das Layoutteam, sondern auch die Qualität des fertigen Buches. Für den Ablauf lohnt sich zusätzlich der Zeitplan für die Abizeitung.

Reserve einplanen: 4 bis 8 Seiten sind sinnvoll

Eine gute Seitenplanung enthält immer Reserve. Das klingt im ersten Moment nach unnötigem Platz, ist aber in der Praxis sehr hilfreich. Reserve braucht ihr zum Beispiel für Nachzügler bei Steckbriefen, zusätzliche Anzeigen, bessere Kapiteltrenner, eine starke letzte Fotoseite, Danksagung, Abschlussworte oder Layoutanpassungen, wenn Seitenblöcke nicht sauber aufgehen.

Bei einer Rückendrahtheftung kann Reserve außerdem helfen, auf eine passende durch 4 teilbare Zahl an Inhaltsseiten zu kommen. Plant deshalb nicht auf die letzte Seite genau. Eine Reserve von 4 bis 8 Seiten macht eure Abizeitung deutlich entspannter.

Typische Fehler bei der Seitenzahl

Viele Probleme entstehen nicht, weil eine Abizeitung zu viele Seiten hat, sondern weil die Seitenzahl nicht bewusst geplant wurde.

FehlerFolge
Keine feste SeitenstrukturInhalte wachsen unkontrolliert.
Steckbriefe zu spät eingesammeltDas Layout muss ständig geändert werden.
Zu viele Bilder pro SeiteFotos wirken klein und unruhig.
Anzeigen ohne Plan verkauftFormate passen schlecht ins Layout.
Keine ReserveJede Änderung wird zum Problem.
Bindung zu spät entschiedenSeitenzahl, Rücken und Ausstattung passen nicht optimal zusammen.
Kein RedaktionsschlussSpäte Fehler und Stress vor der Druckfreigabe.
Keine BudgetvariantenDiskussionen bleiben unkonkret.

Einfache Vorlage für euren Seitenplan

Für die Planung reicht eine geteilte Tabelle. Wichtig ist nicht das Tool, sondern die Struktur. Jede Zeile steht für einen Seitenblock oder eine konkrete Seite. Sinnvolle Spalten sind Bereich, Kapitel oder Seite, geplanter Umfang, verantwortliche Person, Materialstatus, Layoutstatus, Korrekturstatus und Bemerkung. Für Rollen und Zuständigkeiten passt der Artikel Teamorganisation für die Abizeitung.

Eine einfache Planungsformel lautet: Startseiten + Steckbriefseiten + Kurs- und Klassenseiten + Fotostrecken + Lehrerbereich + Zusatzrubriken + Anzeigen + Danksagung/Abschluss + Reserve = vorläufige Seitenzahl. Danach prüft ihr, ob diese Seitenzahl zu eurer gewünschten Bindung passt.

Beispiel: 6 Startseiten, 64 Steckbriefseiten, 16 Kursseiten, 18 Fotoseiten, 8 Seiten Lehrerbereich, 10 Zusatzrubriken, 6 Anzeigenseiten, 2 Abschlussseiten und 4 Reserveseiten ergeben 134 Seiten. Bei Softcover oder Hardcover kann dieser Umfang je nach Produktion grundsätzlich machbar sein. Bei Rückendrahtheftung müsste die Seitenzahl passend zur Bindung angepasst werden; außerdem wäre zu prüfen, ob Rückendrahtheftung für diesen Umfang überhaupt noch die passende Wahl ist.

Wann mehr Seiten wirklich sinnvoll sind

Mehr Seiten sind dann gut, wenn sie einen klaren Zweck haben. Sinnvoll sind zusätzliche Seiten, wenn Steckbriefe dadurch lesbarer werden, Fotos größer und schöner platziert werden können, Anzeigen sauber eingebaut werden, Kapitel besser getrennt werden, wichtige Ereignisse nicht gestrichen werden müssen, der Mehrumfang finanziert ist und genug Zeit für Layout und Korrektur bleibt.

Nicht sinnvoll sind zusätzliche Seiten, wenn nur leere Flächen gefüllt werden, unscharfe Bilder verwendet werden müssen, Texte ungeprüft übernommen werden, niemand für die Rubrik verantwortlich ist, das Budget dadurch kippt oder kurz vor Druckabgabe Chaos entsteht. Eine umfangreiche Abizeitung ist also kein Problem. Ungeplante Seiten sind das Problem.

Checkliste: Ist eure Seitenzahl realistisch?

  • Gibt es einen Basisumfang und eine Ausbauvariante?
  • Passt die geplante Seitenzahl zur gewünschten Bindung?
  • Ist bei Rückendrahtheftung beachtet, dass die Inhaltsseiten durch 4 teilbar sein müssen?
  • Wurde bei Softcover und Hardcover geprüft, wie sich die Seitenzahl auf Rückenstärke, Papier und Preis auswirkt?
  • Sind Steckbriefe, Fotos, Anzeigen und Reserve getrennt geplant?
  • Wisst ihr, wie viele Personen pro Steckbriefseite eingeplant sind?
  • Gibt es für jede Rubrik eine verantwortliche Person?
  • Wurde der Umfang mit dem Budget abgeglichen?
  • Sind Anzeigen und Vorbestellungen realistisch eingerechnet?
  • Gibt es genug Zeit für Layout und Korrektur?
  • Sind Fotoqualität, Bildrechte und Freigaben geklärt?
  • Gibt es einen festen Redaktionsschluss?

FAQ zur Seitenzahl einer Abizeitung

Wie viele Seiten sollte eine Abizeitung haben?

Viele Abizeitungen liegen ungefähr zwischen 80 und 180 Seiten. Kleine Jahrgänge kommen oft mit 80 bis 112 Seiten aus, mittlere Jahrgänge planen häufig 112 bis 160 Seiten und große Jahrgänge brauchen oft 160 Seiten oder mehr. Entscheidend sind Schülerzahl, Steckbriefe, Fotos, Anzeigen und Budget.

Muss die Seitenzahl einer Abizeitung durch 4 teilbar sein?

Das hängt von der Bindung ab. Bei einer Rückendrahtheftung müssen die Inhaltsseiten durch 4 teilbar sein, weil die Bögen gefalzt und ineinandergelegt werden. Bei Softcover, Hardcover und Spiralbindungen ist der Umfang flexibler. Trotzdem sollte der Umfang früh mit der Druckerei abgestimmt werden, damit Seitenzahl, Papier, Rückenstärke und Preis zusammenpassen.

Sind mehr Seiten bei einer Abizeitung besser?

Mehr Seiten sind besser, wenn sie sinnvoll genutzt werden. Sie verbessern Lesbarkeit, Fotowirkung und Gestaltung. Problematisch sind mehr Seiten nur dann, wenn sie ungeplant entstehen, schlecht gefüllt sind oder kurz vor Druckabgabe ungeprüft dazukommen.

Was ist besser: eine Person pro Steckbriefseite oder zwei Personen pro Seite?

Eine Person pro Seite wirkt hochwertiger und persönlicher, braucht aber deutlich mehr Umfang. Zwei Personen pro Seite sparen Platz und können bei großen Jahrgängen sinnvoll sein. Wichtig ist, dass Fotos und Texte gut lesbar bleiben.

Wie viele Seiten sollte man für Fotos einplanen?

Das hängt davon ab, wie viele Ereignisse ihr zeigen wollt. Für eine kleinere Abizeitung können 8 bis 16 Fotoseiten reichen. Wenn Mottowoche, Abifahrt, Abistreich, Schulalltag und Abiball-Vorbereitung umfangreich gezeigt werden sollen, sind 20 bis 40 Fotoseiten realistisch.

Was tun, wenn Seiten fehlen?

Fehlende Seiten lassen sich sinnvoll füllen mit einer Danksagung, zusätzlichen Fotoseiten, Kapiteltrennern, Zitaten, einer Abschlussseite oder einer Sponsorenseite. Wichtig ist, keine schlechten Füllseiten einzubauen. Lieber wenige starke Zusatzseiten als viele belanglose Inhalte.

Welche Bindung passt zu welcher Seitenzahl?

Für sehr dünne Abizeitungen kann eine Rückendrahtheftung sinnvoll sein. Bei umfangreicheren Abibüchern wirken Softcover, Hardcover oder je nach Nutzung eine Spiralbindung meist hochwertiger. Welche Bindung am besten passt, hängt von Seitenzahl, Papier, Budget und gewünschter Wirkung ab. Mehr dazu steht im Artikel Abizeitung drucken lassen.

Fazit: Die richtige Seitenzahl macht euer Abibuch besser

Die Seitenzahl eurer Abizeitung sollte nicht zufällig entstehen. Sie ist eine der wichtigsten Grundlagen für ein gutes Abibuch. Wenn ihr früh plant, könnt ihr bessere Steckbriefe, schönere Fotostrecken, sauber platzierte Anzeigen und eine hochwertige Gesamtwirkung erreichen.

Mehr Seiten sind nicht automatisch besser, aber gut geplante Seiten sind fast immer ein Gewinn. Entscheidend ist, dass Umfang, Budget, Layout, Bindung und Korrektur zusammenpassen. Plant deshalb mit festen Seitenblöcken, rechnet mehrere Varianten durch und achtet darauf, dass die finale Seitenzahl zu eurer gewünschten Bindung passt. Dann wird aus eurer Abizeitung kein zusammengewürfeltes Projekt, sondern ein vollständiges, persönliches und hochwertiges Abibuch, das euren Jahrgang wirklich gut festhält.

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